3. Erfahrungsbericht
24. Dezember 2009
So liebe Leuts, hier kommt mein 3. Erfahrungsbericht. Einfach unter:
http://www.humyo.de/F/9268899-2365464469
Downloaden
Viel Spass beim lesen und frohe Weihnachten!!!!
Manu Chao
13. Dezember 2009
Gestrn Abend waren wir am “Praia de Futuro” auf dem Konzert von Manu Chao. Ueberragender Abend, im Sand vor der Buehne bis in den Sonnenaufgang getanzt. Ueberhaupt war das ganze mehr eine riesige Party, als ein Konzert. Sehr beeindurckend…
Haussuche
13. Dezember 2009
So, meine lieben Blog-besucher
Endlich komm ich mal wieder dazu, kurz was auf meinen Blog zu posten, ist ja lange her, seit dem letzten mal.
Leider moechte unsere liebe Vermieterin ja das Haus, in dem wir gerade wohnen, verkaufen und aus diesem Grund muessen wir die Bude bis Ende Dezember verlassen. Es muss also ein neues Haus her, das ist aber hier in Brasilien gar kein so leichtes Unterfangen, wie wir die letzten Wochen erfahren durften.
Hier in Brasilien findet man sein neues Heim naemlich selten in Zeitung oder Internet, sondern eigentlich vor allem, indem man durch die Strassen laeuft und jede Person, die einem ueber den Weg laeuft, nach Mietshaeusern fragt.
Die letzten 4 Wochen haben wir genau das jeden Tag mehrere Stunden gemacht und deshalb konnte ich nur sehr eingeschraenkt, bzw. zeitweise gar nicht arbeiten… Bloederweise hatten alle haeusser, die wir gefunden haben, irgendeinen Haken: Zu klein, zu teuer, schlechte Lage, zu weit vom Projekt entfernt, erst in 2 Monaten zu haben usw.
Bei Zeiten war die Suche auch sehr nervenaufreibend,ich weiss nicht, wie oft ich den Satz “Wir suchen ein Haus zum mieten” gesagt habe, hab das versucht hochzurechnen, waren bestimmt an die 700mal… Schlimmer waren aber noch die gutgemeinten Antworten, die uns kein bisschen weiter halfen. TOP 3 der unnuetzen Auskuenfte:
“Rapaaaaaaaaaaaz, pra aqui é dificil!” (Junge, hier ist es schwierig) Gefuehlte 3Mio Mal gehoert hat mich dieser Satz zu Beginn zwar noch belustig, nach der 1. Woche dann aber zeitweise auch auf die Palme getrieben. Wirklich JEDER meinte, er muesse uns diese hilfreiche Information mit auf den Weg geben. Klar dass das nicht boese gemeint war, laut Kelber einfach ein Ausdruck von Unwissenheit.
Auch immer wieder eine grosse Hilfe: “Aqui tinha uma, mas foi alugada a semana passada” (Hier gabs eines, aber es wurde erst letzte Woche vermietet)
“Quem procura, acha” (Wer sucht, der findet)
Es gab aber auf jeden Fall immer wieder sehr freundliche Menschen, die uns mit uns durchs Viertel gelaufen sind, leute fuer uns angerufen haben und uns echt weitergeholfen haben.
Jetzt nach 4 Wochen intensiver suche stehen wir immernoch ohne neue Bleibe da. Wir haben aber 2 Wohnmoelichkeiten gefunden und werden wohl die naechsten Tage entscheiden, was die neue Freiwilligen-WG Fortaleza wird.
Sonst gibt es nicht sehr viel neues. Weihnachten steht vor der Tuer, doch die besinnliche Adventsstimmung haelt sich bei 30 Crad und reifenden Mangos halt doch etwas in Grenzen.
Hoffe bis bald, dann aus der neuen Wohnung
2.Erfahrungsbericht
25. November 2009
So, hier is mein 2. Erfahrungsbericht aus Brasilien. Ihr koennt ihn entweder unter
http://www.humyo.de/F/9268899-2099514975
oder unter der Rubrik “Erfahrungsberichte” downloaden. Viel Spass beim lesen.
Sorry…
5. November 2009
Tut mir sehr leid, dass mein Blog in letzter Zeit etwas vernachlaessigt wird. Die Zeit rinnt mir wie Sand durch die Finger und eigentlich muesste mein zweiter Erfahrungsbericht schon wieder draussen sein. Ich hoffe euch bald wieder auf den neusten Stand bringen zu koennen.
Nachts in der WG…
17. Oktober 2009
Es war 23 Uhr am Abend des 8. Oktober 2009. Knarrend öffnete sich ein Flügel der maroden Holztür und für einen kurzen Moment fiel Licht in das angrenzende Esszimmer. Zwei Schatten huschten lautlos aus der Tür, dann war es wieder dunkel. Nur das friedliche Zirpen der Grillen drang durch die Gitter an den Fenstern, kurz unterbrochen vom aufgeregten Ballen eines Straßenhundes. Lediglich der diffuse Schein des Mondes, der von den eingemauerten Glassplittern der Hofmauer reflektiert wurde, umriss die Silhouetten der beiden Gestalten, die sich vorsichtig, aber zielstrebig voran tasteten. Sie wussten genau, was sie taten, jeder Schritt, jede Handbewegung saß, als wäre es eine einstudierte Choreographie.
Plötzlich ließ ein undefinierbares Rascheln die Beiden zusammen zucken. Ein Luftstoß hatte ein Blatt Papier vom Esstisch geweht. Die Gestalten arbeiteten sich weiter voran, in der Hand das Mordwerkzeug fest umschlossen, zum Äußersten bereit. Sie wussten genau, was vor ihnen lag und dass es dieses Mal Tote geben würde. Es musste alles sehr schnell gehen um die zahlenmäßige Unterlegenheit durch den Überraschungsmoment zu kompensieren und den notwendigen Vorteil zu gewinnen. Sie durften auf keinen Fall frühzeitig bemerkt werden.
Dann ein weiteres Rascheln aus der vor ihnen liegenden Küche. Diesmal kaum hörbar, aber doch so klar und eindeutig, dass es beide einen Schauer über den Rücken jagte. Sie waren also da, das Warten hatte sich ausgezahlt. Schon 2 Stunden zuvor, hatten sich die Beiden im Wohnzimmer des kleinen Hauses eingeschlossen, um sich mental auf das Bevorstehende vorzubereiten, die Vorgehensweise festzulegen und die Ausrüstung zu präparieren. Nun standen die Beiden, fest an die Wand gedrückt, im Flur und die Gewissheit, dass ihr schlimmster Alptraum irgendwo in der gähnenden Schwärze der Küche lauerte, pumpte die letzten Adrenalinreserven durch ihre Adern.
Es dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde. Wie ein Blitz erhellte das grelle Licht der Neonlampe die rechteckigen Fließen der Küche. Mit einem lauten Schrei sprangen die beiden vermummten Gestalten um die Ecke, in der Hand ihre geladenen Havaianas.
Zwei der Bestien fielen gleich den ersten Schlägen zum Opfer. Wie Peitschenhiebe klatschten drei weitere Sandalen auf den kalten Stein, jedes Mal gefolgt von dem charakteristischen Knacken, das beim Zerschmettern eines Chitinpanzers zwischen Gummi und Fließe, entsteht.
Einer der zweckentfremdeten Schuhe flog quer durch den Raum und streckte eines der Biester an der Wand neben dem Gasherd nieder.
Die Beiden waren professionell, äußerst geübt in der Kunst des Tötens und sehr gut auf sämtliche Situationen vorbereitet, daran ließ die Präzision und Kaltblütigkeit, mit der sie zu Werke gingen, keine Zweifel. Sie hatten alle Szenarien durchgespielt und wussten jeden Moment, wie sie zu reagieren hatten.
Trotzdem kam der Angriff völlig unerwartet und aus einer Richtung, aus der sie es nicht erwartet hätten. Mit einem tiefen Brummen löste sich eine der Bestien von der Wand und segelte nur wenige Zentimeter zwischen den Köpfen der beiden hindurch. Geistesgegenwärtig schwang der kleinere der Beiden seinen Gummi-Knüppel durch die Luft und erwischte das Flugobjekt am Heck, das getroffen zu Boden segelte.
Auch Fluchtversuch des letzten Ungeheures endete unter der Sohle des herum wirbelnden Flip-Flops.
Dann kehrte wieder Ruhe ein in das Casa 81. Auf dem Rücken, alle Vieren, bzw. eher alle Sechsen von sich streckend lagen 8 gemarterte Kakerlaken auf dem Boden der Küche verteilt. Zufrieden begutachteten die Beiden ihre Beute und beseitigten anschließend jegliche Spuren. Für dieses Mal hatten sie gewonnen. Dass es jedoch ein nächstes Mal geben würde, daran zweifelte keiner der Beiden.
I close my eyes…
17. Oktober 2009
Sooooooooooooooooo, jetzt kommt nach langer Zeit mal wieder ein kleines Update.
Die Zeit fliegt, rast geradezu vorbei. Nächste Woche bin ich schon 60 Tag bzw. 2 Monate bzw. 1/6 meines gesamten Aufenthaltes hier in Brasilien.
Gelegentlich versuche ich mal einen Moment inne zu halten… „I close my eyes, only for a moment… …and the Moment’s gone“ (Dust in the Wind – Kansas). Das trifft’s find ich ganz gut. Kaum hat das Wochenende angefangen, ist schon wieder Montag und kaum ist es Montag, ist die Woche auch schon wieder vorbei. Ich merke jetzt schon, dass das Jahr viel zu schnell vorbei sein wird.

In Maravilha habe ich mittlerweile begonnen, Gitarren-Unterricht zu geben. Die Begeisterung der Kids ist (noch) sehr groß, alle, selbst die Tias, würden gerne Gitarre lernen.
Es gibt aber nur eine Gitarre im Projekt, die andere bringe ich von zu Hause mit und deshalb kann ich nur 2 Kinder gleichzeitig unterrichten. 2 Kinder, jeweils eine halbe Stunde, da schaff ich leider nur etwa 16 Kids. Das Ganze ist auch ziemlich anstrengend, ich war aber das erste Mal total überrascht, wie schnell die kleinen Finger es geschafft haben, die Akkorde zu greifen. Wenn die Kinder die Lerngeschwindigkeit der ersten Male beibehalten, können wir sehr bald damit anfangen, Lieder einzustudieren. Die Theorie-Einheiten werde ich allerdings etwas kürzen müssen, weil es zum einen auf Portugiesisch für mich nicht ganz einfach, und zum anderen für die Kinder noch etwas zu anspruchsvoll ist. Außerdem interessieren sie sich eh nicht für Terzen, Quinten und Quarten, sie wollen einfach spielen lernen.

Haeuser in Maravilha
Eigentlich ist es ihnen auch völlig Wurst, wie der Akkord, den sie gerade spielen, heißt, doch darauf lässt sich dann doch nicht verzichten und so werden die verschiedenen Akkorde wieder und wieder wiederholt.
Ich bin auf jeden Fall sehr froh, wenigstens in Maravilha meinen ersten Aufgabenbereich gefunden zu haben und selbstständig mit den Kindern arbeiten zu dürfen. Ich genieße die Zeit in Maravilha immer sehr. Die Kinder sind einfach so unglaublich herzlich, nicht selten drückt mir eines der Mädchen einen dicken Schmetzer auf die Backe, bevor sie in die Schule gehen. Ich hätte es ehrlich gesagt nicht gedacht, dass mir die Arbeit mit Kindern so viel Spaß machen könnte.
In der Barraca fühle ich mich mittlerweile angekommen. Diese Woche hatten wir eine sechsstündige „Reuniao“, eine Besprechung mit allen Funktionären der Barraca. Zwar war die Sitzung unglaublich anstrengend, weil ich leider immer nur die Hälfte verstanden habe, trotzdem hat sie dem chronischen Informationsmangel von uns Freiwilligen erheblich entgegengewirkt.
Der Lampenbau in der Barraca läuft mittlerweile richtig gut, die erste Lampe aus Bambus und Palmblättern haben wir fertig gestellt.

Lampenbau

Die Straßenarbeit läuft leider immernoch nicht, seit der Reuniao weiß ich aber wenigstens, wer genau dafür zuständig ist und sollte – eigentlich – nächste Woche das erste Mal mitgehen können. Mit genauen Prognosen bin ich aber mittlerweile vorsichtig geworden, ich lebe schließlich in Brasilien… Auf jeden Fall finden diese Einsätze am Busterminal immer mehr oder weniger spontan statt und so werd ich die Straßenarbeit wohl vorerst nicht in meinen Wochenarbeitsplan mit aufnehmen können.
So viel erst mal von hier. Das nächste Mal e ich euch von meinen ersten Erfahrungen auf dem Surfbrett und dem Kampf gegen das Ungeziefer berichten. bilder werde ich auch nachreichen.
1. Erfahrungsbericht
9. Oktober 2009
Sooooo hier kommt mein erster Erfahrungsbericht.
Einfach oben auf der Leiste “Erfahungsberichte” auswaehlen und auf den Link klicken.
Bald werd ich auch wieder meinen Blog aktualisieren
Liebe Gruesse aus dem sonnigen Brasilien
Harte Arbeit
20. September 2009


Mein Zimmer...


... das Ergebnis kann sich sehen lassen
Es ist Freitag Abend/Nacht 12 Uhr und ich liege völlig erschöpft – mal wieder- in meiner Hängematte. Mir tut noch immer alles weh, ich bin noch überall mit Farbe verschmiert, aber es fühlt sich doch sehr gut an, so richtig viel gearbeitet zu haben.
Mittwoch hatten wir Farbe und Pinsel gekauft, zuvor stand aber ja noch jenes famose Badezimmer auf unserem Putzplan, das schon so manchem Freiwilligen einen Schauer des Ekels über den Rücken hat laufen lassen.

Gaensehaut-Feeling, absolut ekelhaft!!!
Bis über die Ohren mit Schuhen (!), Sprays, Putzmittel und Besen wagten sich also die beiden Fortaleza-Freiwilligen tollkühn und im Angesicht des sicheren Todes in die Kammer des Schreckens – ein kleiner Schritt für einen Freiwilligen, aber ein großer Schritt für Hygiene, Sauberkeit, Gesundheit und Wohlbefinden unserer WG.
Knarrend öffnete sich das Portal und uns entgegen kam eine ordentliche Brise Todesgeruch. Der von Kakerlaken wohlgemerkt. Als Hannes schließlich das Licht anknipste, bot sich uns ein Bild des Grauens. Der Boden war übersät mir Kadavern an denen sich bereits die Ameisen zu schaffen machten. Unser Jagdhund Pinki kam uns schnell zu Hilfe, um auch die letzten überlebenden Baratas aufzuspüren und aus ihrem Versteck zu jagen.
Nach dem das Gebiet gesäubert war, mussten wir ernüchternd feststellen, das weder Dusche, noch Toiletten funktionierten. Damit verliert ein Bad ja seine wesentliche Bestimmung und deshalb entschlossen wir uns, das Feld zu räumen und das Bad zuzumauern
Danach bagannen wir ein wenig Farbe in unser trostloses Zuhause zu bringen. Mittwoch Abend wurde unsere geliebte Küche in ein warmes Gelb getaucht, Donnerstag und Freitag war mein Zimmer an der Reihe. Das ganze war ein unglaublicher Kraftakt, da wir bis Mittags ja immer in den Projekten gewesen waren und dann nachmittags und abends bis spät in die nacht hinein uns an den waenden ausgetobt haben. Mein Zimmer ist aber doch echt gut geworden, der Aufwand hat sich gelohnt.

Erster Pinselstrich


Die Belohnung nach harter Arbeit: Fortaleza-09-Spezial-Burger mit Chicken-Nuggets, Salat, Tomate, Ei, Fleisch, Schinken, Kaese und Ketchup
Die Arbeit in den Projekten laeuft bisher doch echt gut, wobei wir halt noch zeit brauchen, unsere genauen Aufgaben zu finden.
Genaueres und Fotos werd ich diese Woche noch berichten/nachreichen. Und Ende des Monats erscheint ja dann auch schon mein erster Erfahrungsbericht.
Krass, am Dienstag bin ich schon seit einem Monat hier in Brasilien, die Zeit vergeht echt unglaulich schnell…
Am meisten vermisse ich: Staubsauger!!!!, Brot und Radler
Von hier an blind…
20. September 2009
Montag Nacht mussten wir uns nach fast 4 Wochen von unserem geliebten Vorgänger Carl verabschieden. Für ihnen endete damit sein Freiwilligenjahr und er reist jetzt noch bis Dezember durch den Amazonas. Für uns heißt das, dass wir von nun an ganz auf uns alleine gestellt sind. Aber irgendwie ist das auch ganz gut so, wir freuen uns auch, endlich unser eigenes Ding machen zu können.
Und das haben wir auch gleich am ersten Tag richtig gemacht. Erst mal gings in die Barraca und wir haben zum ersten mal die Papier-Officina alleine gemacht. Wir haben überlebt und sind wieder Heil da rausgekommen, unterm Strich kann man also sagen, wir waren erfolgreich.
Allerdings mussten wir einen Jungen rausschmeißen und der ließ dabei ein Messer mitgehen. Das fehlte dann natürlich am Ende und es gab ein riesen Stress, weil die Jungs auf keinen Fall irgendwas Spitzes, das als Waffe benutzt werden könnte (die Jungs dürfen deshalb auch ausschließlich mit Löffeln essen, egal was es gerade zu Essen gibt) mit aus der Officina nehmen dürfen, diesmal aber wirklich keine wusste, wo das abhanden gekommene Messer war…
Solche Sachen beherrschen die Jungs wirklich unglaublich gut. Die haben es letzte Woche sogar fertig gebracht, einen 15l-Kanister Kleber unbemerkt aus dem kleinen Materialraum, in dem wir Freiwilligen zu dritt standen, mitgehen zu lassen.
Die Jungs waren zwar in den 2 Stunden nicht sonderlich produktiv, für unseren ersten wirklichen Arbeitstag war das aber glaub ich ganz gut, es gab schließlich weder Tote noch verletzte
Nach dem Mittagessen sind wir dann schon nach Hause gegangen, weil wir diese Woche Nachmittags unsere sowieso ja schon so liebevoll gestaltete Residenz ein wenig aufpolieren möchten. Diese Wohnung ist echt der Hammer, ich glaub ich muss da mal einen extra Artikel dazu schreiben… das sind Zustände, die gibt’s in keinem brasilianischen Haushalt.
Nicht nur das das Haus an sich die absolute Bruchbude ist und wir in ständiger Angst leben, dass uns die Decke auf den Kopf fällt, unsere Vorgänger haben leider nicht besonders viel Liebe in die Pflege ihrer 4 Wände gesteckt. Naja, werd mal noch ne kleine Video-Rundführung machen, is echt sehenswert:)
Heute musst auf jeden Fall mal der Schrank in Hannes’ Zimmer dran glauben. Alle Achtung, dass die Johanna 12 Monate mit diesem Ding im Zimmer gelebt hat und sogar ihr Eigentum dem lebendigen Möbelstück anvertraut hat. Der Boden und die Rückwand waren schon an einigen Stellen durchgebrochen und man konnte erahnen, was sich so alles dahinter tümmelt.
Das Ding war schon so von Termieten zerfressen, dass wir es mit den bloßen Händen abreißen konnte. Dahinter und darin war alles voll mit Termiten, Müll, Kakerlaken, Spinnen und was sonst noch so alles kreucht und fleucht. Besonders beeindruckend sind die in allen Farben (ok, schwarz und weiß) erblühenden Schimmelpilze.
Tipp vom Vermieter: Bisschen Farbe drüber
Parabems!
Nach Stunden der harten und zeitweise atemraubenden Arbeit sind wir schließlich glücklich, den ersten von etwa 87 Schritten auf dem Weg zu einem gemütlichen Zuhause getan zu haben.
Morgen folgt dann der 2. Streich: Die Kammer des Schreckens!
Wir werden auf unserer Renovierungsmission in das Badezimmer, dass an mein Schlafzimmer angrenzt und geschätzte 5 Generationen nicht mehr genutzt, geschweige denn geputzt wurde, vor wagen und mit großer Wahrscheinlichkeit ein Nest unserer geliebten Freunde aufstöbern. Ich bin gespannt, was ich von diesem Abenteuer berichten werde.


Mit blosser Muskelkraft hebt Hannes den zu Staub zerfallenden Schrank aus der Wand

Unsere fleissigen Untermieter: Termiten

Danach wird der Koeter erst mal ordentlich geduscht
Formatverlust
9. September 2009
Leider hat mein Blog, bis auf den letzten Artikel, komplett das Format verloren, deshalb ist alles so winzig klein geschrieben. ich weiss leider nicht woran das liegt und hoffe das bald wieder hinzubekommen.
Thx fuer euer verstaendniss, Gruss Philipp
Canoa die 2.
7. September 2009

Flug ins Ungewisse... und butterweiche Landung
Die Bilder sind noch von unserem 1. Canoa-Wochenende
Schon wieder in Canoa:-)
Freitag Abend mit dem Bus hier angekommen. Wir können genialerweise für 5Reais/Nacht hier bei Mark, einem Freiwilligen in Canoa, wohnen. Er ist echt ein supernetter Typ und kommt lustigerweise aus Waltersofen, 3 Dörfer von Schallstadt entfernt.
Dieses Wochenende ist ziemlich was los, weil Sonntag Abend eine Regatta (so ein Segelbootrennen bei dem sich die Fischer aus den umliegenden Dörfern mit ihren einmastigen Nussschalen batteln) ist. Der Strand war Freitag Abend entsprechend gefüllt, es wurde mal wieder bis zum Sonnenaufgang in der Freedome-Bar gefeiert.
Samstag haben wir ausgeschlafen, gemeinsam mit Mark eine riesige Portion Spaghetti-Bolognese gekocht und verspeist und danach wieder einen traumhaften Sonnenuntergang mit Gitarre und „Skol“ (Bras. Biermarke) auf der großen Düne am Eingang des Dorfes genossen.

Traumhafter Sonnenuntergang...
Um 9 sind wir dann zum Broadway gelaufen, um uns in einer Kneipe das WM-Qualifikationsspiel Brasilien vs. Argentinien anzusehen und uns mit einem lauten Torjubel beim Anschlusstreffer Argentieniens äußerst unbeliebt zu machen. Für unsere Gesundheit war es sicher besser, das Brasilien schließlich 3:1 gewonnen hat, bei Fußball verstehen die Brasilianer wohl nich all zu viel Spaß
Am Sonntag mussten wir leider frühzeitig aufbrechen, weil wir auf den Geburtstag der Tochter einer Ehemaligen Barraca-Mitarbeiterin eingeladen waren und verpassten deshalb die Regatta soeben. Wir waren um 10 nochmal am Strand, da war alles schon mit Schaulustigen gefüllt.
Der Geburtstag war ganz unterhaltsam. Eine ziemlich große Feier, für einen 6.Geburtstag. Montag war aber Nationalfeiertag, deshalb war das ganze Viertel auf den Beinen. Besonders die Atmosphäre hat mich sehr beeindruckt. Alles trifft sich auf der Straße, man setzt sich einfach mit seinem Plastikstuhl auf die „rua“ und unterhält sich mit den Nachbarn. Anlässlich des Nationalfeiertages traten auch noch mehre Forro-Tanzgruppen von Jugendlichen aus der Comunidade auf. Forro hört man hier im Nordosten an jeder Ecke, es kann bei Zeiten auch etwas nervig sein. Das Tanz-Klischee hat sich aber definitiv total bewahrheitet. Es ist echt unglaublich wie sich schon die 8 jährigen Jungs bewegen können, ganz zu schweigen von den 13 jährigen Mädchen, da sieht jeder Europäer ziemlich alt aus.
























